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Dienstag, 17. Mai 2011

Ich mach eine Pause

Hi, da der Kommentar kam wollte ich was dazu sagen.

Ich schlafe seit etwas über einer Woche sehr schlecht. Ich bin konstant übermüdet und fühle mich einfach nicht gut. Es ist viel Stress in der Arbeit dazugekommen und auch das Sportprogramm läuft nicht so gut. Ich denke das ist dafür verantwortlich. Damit ich wieder besser schlafen kann habe ich beschlossen das Stresslevel runterzufahren.

Stresst mich das Training? Nein. Aber das Berichten darüber. Jedes mal, wenn ich zu müde bin um zu trainieren oder wenn ich einfach absolut keine Lust habe, fühle ich mich schuldig und nicht nur weil ich nicht trainiert habe, sondern auch weil ich das Gefühl habe euch zu enttäuschen. Das Ergebnis davon ist weniger Schlaf, weniger Training...Ein Kreislauf, den ich irgendwie durchbrechen muss.

Deswegen habe ich entschieden diesen Blog eine Zeit lang auf Eis zu legen. Bedeutet das, dass ich nicht trainieren werde? Nein. Ich trainiere weiter soviel ich kann. Aber ich will einfach die Freiheit es nur für mich zu tun. Ich werde das Update über den Mai schreiben aber bis dahin nichts mehr.

Bevor ich mich aber für 2 Wochen verabschiede möchte ich mich bedanken bei...wer auch immer das hier geschrieben hat: "Alles ok bei Dir? Hast dich ja schon länger nicht mehr gemeldet... Wünsche Dir viel Erfolg, es hat mir sehr viel Spaß gemacht (und vielleicht auch ein wenig Mut, es selber mal anzugehen, fitter zu werden), Deinen Blog zu lesen." Das war ein sehr schöner Kommentar und davon fühlt man sich gleich besser. Danke.

Ich wünsche euch 2 gute Wochen und viel Spaß beim Training. Lasst euch nicht unterkriegen.

Sonntag, 8. Mai 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 18

Startgewicht der Woche: 105,9 Kg
 
Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:
Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zu ende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. Alle Übungen in 4 Sätzen ausgeführt.
Die erste Woche seit langem wo alle Laufeinheiten drin sind. Würden meine Schultern nicht so weh tun, ich würde draufklopfen. Ich habe mich aber doch entschieden nur die 8 km Strecken zu laufen. Ist aus notwendigkeit geschehen weil es mir Dienstag nicht so gut ging als ich losgelaufen bin und ich beschlossen habe die Strecke zu verkürzen. Aber am Sonntag war ich dann doch ganz dankbar dafür.

Der neue Krafttrainingsplan ist auch sehr gut. Viel Abwechslung drin und er macht Spaß.

Und ich habe mir einen neuen Boxsack gekauft. Er hängt aber ist noch relativ weich. Wenn man die Stofffetzen reinfüllt (trotz des Namens füllt niemand einen Sandsack mit Sand) ist am Anfang noch viel Abstand dazwischen. Durch das Schlagen setzt sich die Füllung, man füllt von oben nach...und nach einer Weile ist er gleichmäßig hart und man schlägt nicht alle 10 Minuten ins leere weil oben die Füllung weg ist. Die nächsten ein oder zwei Wochen werde ich also Boxen aber nicht so struckturiert. Es ist schwer ein genaues Timing einzuhalten wenn man alle 5 bis 10 Minuten den Sack runternehmen muss.


Sonntag, 1. Mai 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 17

Startgewicht der Woche: 104,4 Kg

Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:
Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zu ende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. X-X Bedeutet erste 2 Sätze mit erstem Wert, weitere Sätze mit zweitem Wert. Alle Übungen in 4 Sätzen ausgeführt.
Ich hatte die ganze Woche über Probleme mit der Verdauung, es wird aber langsam besser (Mit Ausnahme von Heute. Heute war kein guter Tag). Ich schätze die Pilze in der Trinkflasche hatten etwas mehr Wirkung als ich erwartet habe.

Insgesamt bin ich mit der Woche absolut unzufrieden.


Sonntag, 24. April 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 16

Startgewicht der Woche: 104,4 Kg

Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:
Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zu ende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. X-X Bedeutet erste 2 Sätze mit erstem Wert, weitere Sätze mit zweitem Wert. Alle Übungen in 4 Sätzen ausgeführt.
Langsam aber sicher macht mich dieses Plateau aggressiv. Ich nehme nicht zu und baue Muskeln auf, soweit so gut, aber ich schaffe es momentan auch nicht meine Ausdauer zu steigern und bin, im Vergleich mit Anfang März, sogar gefallen, und das gefällt mir weniger.

Allerdings muss ich auch sagen, dass jede Woche irgendwas dazwischen kommt. Ich hatte seit 7 Wochen keine perfekte Trainingswoche mehr. Nehmen wir diese Woche als Beispiel. Ich hab mir Donnerstag Abend mit irgendwas den Magen verdorben und war bis 4 Uhr morgens wach weil mir immer schlecht wurde wenn ich mich hingelegt habe. Soviel zum Joggen am Donnerstag Abend oder nachholen am Freitag morgen. Samstag hab ich mich auf meinem Halbmarathon entweder mit einem Pilz aus der Trinkflasche (mittlerweile entsorgt) vergiftet oder nen leichten Hitzschlag gehabt. Ich hab die letzten 2 Kilometer in 200 Meter Abschnitten mit 5 Minuten Pausen und Übergeben am Straßenrand hinter mich gebracht (Ich bin nicht so stur sowas auf Teufel komm raus zu ende zu bringen aber ich musste die 2 Kilometer nach Hause ja irgendwie hinter mich bringen und leider hat kein Auto für einen großen verschwitzten Kerl angehalten. Ich hab meinen Daumen rausgestreckt aber es hat nicht funktioniert und ich glaube nicht, dass mehr Bein zu zeigen besser gewirkt hätte. Diese Welt diskriminiert gegen Männer.). Und es ist eben jede Woche irgendwas seit fast 2 Monaten. Ich hoffe mal, dass sich das legt und bis dahin heißt es einfach durchhalten.

In dem Wettstreit meiner Näh- gegen meine Schlagfähigkeiten haben meine Nähfähigkeiten verloren. 40 Stiche mit diesem starken Garn, das auf diesen Sternen verkauft wird haben 25 Minuten gegen mich durchgehalten aber leider nicht 26. V-Step mit Hüftdrehung und Drop. Den Sack hats nen halben Meter versetzt und die Nähte sind alle gleichzeitig durchgerissen. Ich muss nen neuen kaufen und schwanke zwischen 4 Modellen. So was ist aber immer ne Investition für ein paar Jahre, da lasse ich mir noch etwas Zeit für die Entscheidung.

Sonntag, 17. April 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 15

Startgewicht der Woche: 104,7 Kg

Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:
Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zuende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. X-X Bedeutet erste 2 Sätze mit erstem Wert, weitere Sätze mit zweitem Wert. Alle Übungen in 4 Sätzen ausgeführt.
Leider war diese Woche auch nicht besonders gut.
Ich habe Montag meinen Boxsack kaputt gemacht. Ein rechter Haken und einer der Spanngurte ist gerissen. Ich hab ihn dann 3 Tage lang wieder zusammengenäht (Nicht lachen. Die Gurte werden in einer "Ledertasche" zusammengehalten. Ich habe eine Zange gebraucht um da durchzunähen und habe dabei 4 Nadeln durchgebrochen).

Zum Joggen konnte ich mich nicht richtig motivieren. Dienstag und Donnerstag hat es geregnet und dafür habe ich nicht die richtige Kleidung. Ich war einfach zu faul um dann in der nassen Kälte rauszugehen. Am Wochenende war ich einfach insgesamt zu faul.

Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen habe ich Freitag Überstunden machen müssen. Ich bin erst um 20 Uhr nach hause gekommen und war dann zu faul noch ins Fitnessstudio zu gehen. Sonntag hatte ich den ganzen Morgen über Kopfschmerzen. Ich wollte trainieren gehen aber es hat sich angefühlt als würde mein Kopf platzen.
Also wie gesagt eine ziemlich schwache Woche. Vor allem das Joggen macht mir momentan einfach keinen Spaß. Ich bin deswegen auf der Suche nach Alternativen um zumindest kurzzeitig etwas Abwechslung reinzubringen. Dienstag und Donnerstag sind die Trainingstage des Boxvereins in meiner Stadt. Würde also gut passen. Ich hab mich nach Kletterkursen umgesehen und nach den Trainingszeiten meines alten Kampfsportvereins. Ich werde versuchen mich die nächsten Wochen wieder zum Joggen zu motivieren. Marathon bleibt vorerst das Langzeitziel. Aber es ist besser etwas anderes zu verfolgen als sich selbst zu sagen, dass man Joggen sollte und es nicht zu tun.

Sonntag, 10. April 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 14

Ich habe diese Woche trainiert aber der Dampf war raus. Nach über 3 Monaten mit oft mehreren Trainingseinheiten am Tag habe ich ein Motivationstief erreicht. Ich habe deswegen am Freitag beschlossen den Rest der Woche frei zu machen. Kein Training, keine Diät und starte am Montag neu.

Sonntag, 3. April 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 13

Startgewicht der Woche: 104,3 Kg

Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:
Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zuende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. X-X Bedeutet erste 2 Sätze mit erstem Wert, weitere Sätze mit zweitem Wert. Alle Übungen in 4 Sätzen ausgeführt.
Ich bin noch lange nicht wieder auf dem Niveau von vor einem Monat aber es geht aufwärts. Das Krafttraining läuft gewohnt gut aber das Joggen leider nicht.

Den Lauf heute morgen musste ich sogar abbrechen. Nach 3 Kilometern war der Dampf raus und ich bin die restliche Strecke gewalkt. Ich lass mich davon aber nicht entmutigen. Nächste Woche mache ich das Joggen noch einmal so wie jetzt aber will die Bauchmuskelübungen wieder mit rein nehmen. Danach vielleicht noch ne Woche so oder ich ersetze das MISS (Middle Intensity Steady State - Konstante Belastung, mittlere Intensität) am Donnerstag mit nem IT (Intervall Training) und das HISS (High Intensity Steady State - Konstante Belastung, hohe Intensität) vom Samstag mit nem LISS (Low Intensity Steady State - Konstante Belastung, niedrige Intensität) Halbmarathon. So wie gerade beschrieben ist auch erstmal mittelfristig das Ziel bis ich die Halbmarathon Zeit unter 2 Stunden drücken kann. Dann erhöhe ich die Distanzen.

Das Boxen steht ab morgen auch wieder auf dem Plan. Dann aber mit Handschuhen und etwas vorsichtiger.

Sonntag, 27. März 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 12

Startgewicht der Woche: 104,4 Kg

Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:
Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zuende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. X-X Bedeutet erste 2 Sätze mit erstem Wert, weitere Sätze mit zweitem Wert. Alle Übungen in 4 Sätzen ausgeführt.
Diese Woche habe ich das Krafttrainingsprogram durchgezogen (inklusive neuem Plan) und angefangen zu Boxen.

Aber, wie schon im Artikel darüber gesagt, habe ich mich verletzt und konnte nur einen Tag machen. Geheilt ist es noch nicht, sollte aber bis übernächste Woche wieder in Ordnung sein und dann fang ich wieder an, diesmal sogar mit Handschuhen.

Der Grund für das halbe Schultertraining ist, dass ich die Schulter überzogen habe und abbrechen musste. Ist ein neuer Plan und ich hab mit den Gewichten experimentiert. Ich hab mich selbst überschätzt (scheint das Motto der Woche zu sein) und mich verletzt.

Das Joggen steht ab nächster Woche wieder auf dem Plan. Diese Woche hatte ich noch ein ziemliches Kratzen im Hals und hab lieber verzichtet.

Was das Gewicht angeht, hat sich den ganzen Monat über nichts getan weder in die eine noch in die andere Richtung. Ist schade aber nicht wirklich vermeidbar wenn man krank ist und schnell wieder gesund werden will kann man den Körper eben nicht im Defizit halten. Dadurch leidet nur das Immunsystem.

Kampfsport als Intervaltraining

Boxen und Kampfsport allgemein haben einen ganzen Haufen positive Aspekte. Sie sind
  • mit das beste Cardiotraining
  • fördern Koordination und Balance
  • sind gutes Ganzkörper Krafttraining
  • fördern das Selbstbewußtsein
  • geben uns Sicherheit
Wenn man also mal etwas neues an Training einbauen will, ist Kampfsport vielleicht das beste was man machen kann.

Und man kann auch über den Verein hinaus die Techniken für seine Fitness nutzen und gleichzeitig seine Fähigkeiten verbessern. Dazu gibt es 4 Aspekte, die man gut trainieren kann:
  • Combos
    • Kombinationen, die häufig vorkommen und die man perfektionieren kann wie zum Beispiel:
      • Jab-Cross-Jab
      • Jab-Haken
      • Jab-HalfRoundhous-LinkerHaken
  • Combatives
    • Komplette Situationsabläufe wie zum Beispiel:
      • Die Reaktion auf eine rechte Gerade des Gegners
      • Die Reaktion auf einen geraden Fußtritt
  • Techniken
    • Einen einzelnen Tritt oder Schlag
  • Power
    • Die Fähigkeit eine bestimmte Zeit mit guter Technik und maximaler Kraft und Geschwindigkeit zu arbeiten

Hier ist als Beispiel mein eigener Trainingsplan. Ich hab mir den so ausgedruckt und in meinem Keller neben den Boxsack gehängt.

Combos und Combatives eignen sich besonders gut als Auf-und Abwärmen während der Wechsel aus Technikblöcken und Power-Phasen ein tolles Intervalltraining darstellt.

Wichtig ist dabei aber vor allem immer zu bedenken, dass man nur Dinge alleine trainieren sollte, die man im Verein richtig gelernt hat. Man kann eine unglaubliche Menge falsch machen und DVDs und Bücher können neue Impulse geben und zeigen wie man Techniken, die man beherrscht anders einsetzen kann, sie können aber niemals einen richtigen Trainer ersetzen.

Zum Schluss noch der Pulsverlauf von meinem Training am Montag. Bei den späteren Power-Phasen war kein Dampf mehr im Muskel. Dazu ist mir noch die Haut an einem Knöchel weggerissen weil ich die Schwingung vom Boxsack falsch eingeschätzt habe und den dann nur gestreift hab. Man kann den Schmerz nen Stück weit unterdrücken aber wenn man bei jedem Schlag aufs Fleisch schlägt werden die Schläge schwächer. Ab nächster Woche trage ich Handschuhe. Ich bin einfach zu lange raus um nur mit Wraps arbeiten zu können. Ich versuche allerdings normalerweise Handschuhe zu vermeiden. Sie sind einfach zu Fehlertolerant. Mit Handschuhen merkt man nicht wie man trifft und wie hart man zuschlägt. Eine falsche Handgelenkshaltung wird einfach von dem dicken Lederverschluss aufgefangen. Mike Tyson, seinerzeit Boxweltmeister, hat sich in einer Barschlägerei beim Zuschlagen die Hand gebrochen weil er das Handgelenk beim Aufschlag abgeknickt hatte. Eine der typischen Folgen von Training in Handschuhen.


Ich vermöble meinen Boxsack, Du auch?

Sonntag, 20. März 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 11

Startgewicht: 103,9 Kg

Die zweite Woche ohne Training und vollkommen gesund bin ich noch immer nicht. Ist mir jetzt aber auch egal. Ab nächster Woche trainiere ich wieder und wenn es mich umbringt. Ich halts einfach nicht mehr länger aus nicht zu trainieren.

Ich hab diese Woche auch mehr gegessen 8was beabsichtigt war) und das falsche (was nicht beabsichtigt war). Ich wollte meinen Körper etwa 300 Kalorien ins + bringen damit das Immunsystem stärker arbeiten kann. Das bringt auch die Woche eine Zunahme von 250 Gramm. Hab ich nach 2 Tagen Training wieder weg. Was daran unbeabsichtigt war, war, dass ich das falsche gegessen habe. Ist paradox. Wenn ich nach der Arbeit 2 Stunden trainiere stelle ich mich danach gerne in die Küche und mach mir was Gesundes. Aber wenn ich die Zeit eigentlich hätte, gehe ich und kaufe irgendwelche Fix-Nudeln. Meine Verdauung läuft gerade Amok aber das normalisiert sich im Laufe der nächsten Woche wieder.

Ich freue mich schon besonders auf das HIIT Boxtraining morgen früh und habe vor nächste Woche einen Artikel darüber zu schreiben. Aber ich habe beschlossen den Samstag-Halbmarathon nächste Woche ausfallen zu lassen. Ich bin wie gesagt noch etwas krank und denke dass es nicht schaden wird noch eine Woche zu warten und mich ganz auszukurieren.

Sonntag, 13. März 2011

Mentales Training nach Tom Venuto 3/3

3. Auf Autopilot zum Erfolg

Ich gehe durch meinen Supermarkt und höre Musik. Ich hab die Musik im Kopf und denke nach über die Arbeit. Wie schaffe ich es in PSpice eine Raumzeigermodulation umzusetzen? Und plötzlich stehe ich vor der Tiefkühltruhe mit den Pizzas. Wie ist das passiert? Ich hab garnicht darüber nachgedacht wo ich hingehe. Warum bin ich hier und nicht in der Gemüseabteilung?

Der Großteil unserer Verhaltensweisen ist angelernt und automatisiert. Denkt einmal daran wie schwer es euch beim Fahrradfahren am Anfang gefallen ist das Gleichgewicht zu halten und jetzt denkt ihr nicht mehr darüber nach. Unser Unterbewußtsein verarbeitet notwendige Informationen parallel und erledigt Dinge für uns damit wir den Kopf für anderes frei haben. Die Frage ist nur, wie wir es dazu kriegen die Dinge so zu erledigen, wie wir sie wollen.

3.1 Wie es funktioniert

Unser Unterbewußtsein ist, was das angeht worüber ich jetzt schreibe, relativ simpel. Es filtert eingehende Informationen nach einer Prioritätenliste damit wir uns nicht damit beschäftigen müssen. Die Informationsmenge, die unsere Sinne aufnehmen übersteigt mehrfach das, was wir bewusst verarbeiten können. Im Buch ist ein gutes Beispiel dafür. Stellt euch vor, ihr wollt ein neues Auto kaufen, habt euch aber noch nicht ganz entschieden. Ihr wisst schon die Marke und das Modell aber seit noch nicht ganz sicher, dass das alte schon weg muss. Vielleicht doch besser noch ein Jahr warten? Und plötzlich seht ihr dieses Auto überall. Es ist auf jeder Strasse, auf jedem Parkplatz und in jedem Werbespot...Es war auch vorher schon da. Aber vorher war es egal. Es ist vorbeigefahren und wurde ignoriert.

Durch die Entscheidung wurde also das Auto in die höhere Priorität des Filters geschoben und durch die Wiederholung in der Wahrnehmung wird die Entscheidung es dort zu lassen weiter bestärkt.

Was wäre wenn diese Automatisierung auf einen Fokus wie Sport oder gesunde Ernährung ausgelegt wird? Wenn wir morgens schon aufstehen mit dem Wunsch Sport zu machen und unsere erste Reaktion auf Stress "Ich brauch jetzt einen schönen langen Lauf im Grünen!" wäre anstatt "Ich brauch jetzt einen Cheeseburger und 2 Bier!"?

3.2 Wie wir es nutzen können

Hier war der einzige Punkt wo ich dem Buch in großem Stil widersprochen habe. Nicht was das Ganze Kapitel angeht sondern nur in zwei Punkten aber auf die werde ich dann nocheinmal zu sprechen kommen.

Der Schlüssel zur Verankerung neuer Denkweisen ist die Entscheidung und die Wiederholung. Man muss sich 100% zu einer neuen Verhaltensweise entschließen und erkennen, dass es keinen einfachen Weg gibt. Anschließend muss man sich mit positiver Bestärkung umgeben und die getroffene Entscheidung immer wieder wiederholen.

Tom empfiehlt dazu zuerst einmal konkrete Ziele zu setzten und zwar für:
  • Mehrere Jahre im Voraus
  • Ein Jahr
  • 12 Wochen
  • Eine Woche
  • Einen Tag
Und diese Ziele jeden Tag mehrmals aufzuschreiben. Er empfiehlt dazu jeden Tag mindestens 15 Minuten. Dazu sollten die Ziele:
  • In der Gegenwartsform
  • Positiv
  • Persönlich
  • Erreichbar
  • Konkret
  • Mit einer festen Zeitvorgabe
sein. Als zum Beispiel:

"Es ist der 19te Juni und ich fühle mich toll. Alle meine Sachen passen und haben Luft und ich habe klar definierte Bauch und Schultermuskeln."

und man soll sich während man das schreibt das ganze möglichst bildlich vorstellen. Ich habe bereits einen Artikel darüber geschrieben was ich von solchen konkreten Zielen halte (schwer so langfristig zu planen, Gefahr großer Enttäuschung wenn man sich überschätzt hat). Tom sagt dazu, dass man solche Ziele dann eben bei diesen täglichen Ziel-Bestätigungen immerwieder anpassen und überdenken muss. Da frage ich mich dann was sie bringen? Wenn ich mir ein Ziel setze von dem ich weiß, dass ich es eh umschreibe wenns nicht passt kann ich mir das ganze gleich sparen.

Mein Ansatz ist da eher eine positive Sichtweise zu bestätigen. Meine Ziele wären also eher:

"Ich werde mit jeder Woche stärker und komme meinem Ziel näher. An meinen Fortschritten kann ich erkennen, dass ich mein Ziel erreichen werde."

Ich halte auch wenig von Ziele für mehrere Jahre und das aus denselben Gründen. Wer kann schon abschätzen was er in 2 oder 3 oder 5 Jahren erreichen kann?
Und zuletzt widerspreche ich auch bei der 15 Minuten Vorgabe. Mir ist meine Zeit dafür einfach zu schade um jeden Tag 15 Minuten lang meine Ziele auf einen Zettel zu schreiben. Als Alternative schlage ich also 24 Stunden vor. "Was? hast du den Verstand verloren? 24 Stunden ist doch mehr als 15 Minuten!" Ja, aber das ist mir egal. Klebt euch ein Poster mit jemandem, der so aussieht wie ihr gerne aussehen würdet an die Wand. Ändert euren Bildschirmhintergrund auf eine Kollage aus Bildern und kleinen Notizen mit euren Zielen und motivierenden Aussagen. Schreibt euch eure Ziele auf einen Zettel und benutzt ihn als Lesezeichen. Seid so kreativ wie möglich und umgebt euch jeden Augenblick mit euren Zielen. Das ist mein Vorschlag.

Ich ändere die Art wie ich denke, Du auch?

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 10

Startgewicht: 104,2 Kg

Tja, diese Woche gab es kein Training. Ich war Montag im Fitnessstudio, konnte aber wenig trainieren wegen Kopfschmerzen und Erkältungssymptomen. Donnerstag bin ich dann zum Arzt gegangen und bin immernoch krank geschrieben. Ich hab Gleichgewichtsstörungen wegen einer leichten Infektion im Ohr und Hustenanfälle die einfach nicht mehr witzig sind. Ich weiß nicht wann ich wieder trainieren kann. Ich will spätestens übernächste Woche wieder voll da sein und hoffe auf Mitte nächster Woche.

Sonntag, 6. März 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 9

Startgewicht der Woche: 103,9 Kg

Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:
Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zuende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. X-X Bedeutet erste 2 Sätze mit erstem Wert, weitere Sätze mit zweitem Wert. Alle Übungen in 4 Sätzen ausgeführt.

Wie man sieht hat sich der Trainingsplan grundlegend geändert. "Schuld" daran hat mein neuer Job. Bis jetzt war ich neben dem Studium eine wissenschaftliche Hilfskraft an der Uni und hatte sehr flexible Arbeitszeiten mit 20 Stunden pro Woche. Jetzt mache ich ein Vollzeitpraktikum in der Motorentwicklung bei Daimler. Karrieretechnisch eine tolle Sache aber für mein Sportprogramm weniger toll. Ich hab am Dienstag angefangen weswegen ich Montag noch Zeit hatte die große Freiheit mit einem 25 Km Lauf abzuschließen. Ab nächster Woche wird es je einen 11 Km Lauf am Dienstag und Donnerstag geben, einen Halbmarathon am Samstag und einen 8 Km Lauf zum entspannen am Sonntag. Die 11 Km Läufe werden Intervalltraining sein aber die Programme stehen noch nicht.
Neu ist auch das Boxtraining. Ich habe maximal 30 Minuten Zeit für Sport vor der Arbeit und dachte, dass das in der Zeit noch was bringt. Die komischen Zahlen unten bedeuten 5 Minuten Aufwärmen und dann 1 Intervall mit 2 Minuten Belastungszeit und 0 Minuten Erholung, danach 0 Minuten abwärmen. Klingt nach wenig, ist es auch. Das war nur ein Experiment wie es morgens mit der Zeit geht. Ich hatte noch keinen Plan wie ich das Training genau struktrieren will. Diesen Plan entwickle ich gerade. Es wir hinauslaufen auf kurzes Aufwärmen und dann im Wechsel auspowern und Technikphasen in den Erholungszeiträumen. Aber das ist alles noch im Fluss und wird diese Woche auch noch nicht gut laufen.
Was mir die Woche auch an den Karren gefahren ist, ist die Kantine. Essen kann ich nur um 11:30 und arbeiten muss ich bis 17:15. Ich kann mir also das Essen nicht frei aussuchen und es ist zum falschen Zeitpunkt (Ich bin erst nach 18:00 zu Hause und wenn ich dann seit 11:30 nichts mehr gegessen habe kann ich nicht trainieren. Ich muss also irgendwas snacken).
Ist also diese Woche viel auf einmal und ich werde wahrscheinlich ne Weile brauchen bis alles wieder in Balance ist. Entsprechend habe ich diese Woche auch 300 Gramm zugelegt auf aktuell 104,2 Kg. Darüber mache ich mir aber keine Sorgen. Der Verlust in der letzten Woche war extrem (von 106 auf 103,9) und lag vielleicht an leichter Dehydrierung oder daran, dass der Magen ungewöhnlich leer war (so Phasen hat man). Die Zunahme kann also nur ein Ausgleich für ne Schwankung nach unten aus der Vorwoche sein. Oder meine Muskeln haben Wasser eingelagert als Reaktion auf die extreme Belastung bei Joggen in dieser Woche. Kommt bei Übertraining vor. Ich lasse also vorerst alles beim alten. Wenn ich bis nächste Woche wieder eine Zunahme habe muss ich umdenken denn dann liegt es sicher an der neuen Ernährung.

Mentales Training nach Tom Venuto 1/3

Ich habe in den letzten Tagen das Buch "The Body Fat Soultion" von Tom Venuto gelesen. Insgesamt ein sehr gutes Buch, das ich absolut empfehlen kann (Auch wenn es für mich langweilig war, weil er einen ähnlichen Ansatz wie ich empfiehlt und ich ganze Seiten über nur gedacht habe "weiß ich schon"). Besonders haben mir an dem Buch aber 3 Kapitel über die mentale und emotionale Komponente des Abnehmens gefallen und ich will in nächster Zeit auf diese drei Kapitel eingehen.
Das erste Kapitel beschreibt welche Einstellung einem hilft und welche einem schadet, das zweite beschäftigt sich mit emotionalem Essen und das dritte beschreibt Techniken, wie man sich geistig auf sein neues Leben einstellt. Ich will jedem dieser Kapitel einen eigenen Artikel widmen. Ich werde mich dabei aber sehr kurz fassen und vieles vereinfachen. Im Buch ist jedes der Kapitel etwa 20 Seiten lang und ich empfehle jedem, der sich von diesen Artikeln angesprochen fühlt, das Buch zu lesen.

1. Die Einstellung von Gewinnern

Tom stellt die Behauptung auf, dass Leute scheitern weil sie sich selbst als Scheiterer sehen und jeden kleinen Rückschlag als weiteren Beweis sehen, dass sie es nie schaffen werden. Er sagt, dass der erste Schritt auf dem Weg sich selbst zu verbessern ist, zu akzeptieren, dass man es kann. Man braucht die Einstellung eines Gewinners um ein Gewinner zu sein.

Er teilt diesen Gedankengang dann in 2 Bereiche ein. Man muss ändern wie man die Welt warnimmt und man muss ändern wie man sich selbst warnimmt und bietet dazu das Werkzeug des "Reframing" an. Wörtlich übersetzt bedeutet das "Den Rahmen ändern". Gemeint ist damit, dass man sich nicht etwas illusorisches einreden soll ("Ich bin Superman", "Ich bin der größte Sportler aller Zeiten") sondern dass man die Dinge, die man weiß von einer anderen Perspektive betrachtet und versucht sie auf eine positive Art zu sehen.
Thomas Edison hat, bevor er das richtige Material für die Glühbirne gefunden hat, viele hundert Versuche gemacht, die gescheitert sind. Als er gefragt wurde, wie er mit den ganzen Rückschlägen klargekommen ist ohne die Motivation zu verlieren sagte er "Welche Rückschläge? Ich habe sehr erfolgreich viele hundert Möglichkeiten gefunden wie man eine Glühbirne nicht bauen kann." Er hat sich selbst nicht als jemand gesehen, der versagt und hat alle seine Rückschläge als positive Lernerfahrungen wahrgenommen.

1.1 Ich bin toll...

Was glauben wir über uns selbst? Was glaubt jeder von euch über sich selbst? Und wie viel Wahrheit steckt darin? Gehen wir einmal ein paar typische Ansichten durch und gucken was wir daraus machen können.

Ich habe einfach keine Motivation
Wieso bist du dann hier? Das inoffizielle Motto dieses Blogs ist "Ja, es tut weh!". Das ist kein Ort für Leute, die den einfachen Weg suchen. Wenn du das liest, dann heißt es, dass du bereit bist hart zu arbeiten statt irgendwelche Diätpillen zu schlucken oder irgendein "Nur 5 Minuten Training am Tag" Gerät zu kaufen.
Du hast Motivation, du musst nur an dich glauben.

Ich hasse Sport
Dafür gebe ich dem Sportunterricht in der Schule die Schuld. Ich habe Sport auch gehasst, bis ich zum ersten mal in einer Schlägerei war. Es war in der Schule und der Kerl war 2 Klassen höher. 20 Zentimeter größer und 50 Kilo schwerer...Und nach unter einer Minute am Boden. Ich habe gelernt, dass ich in der Richtung Talent habe. Niemand hasst jeden Sport. Wir sind genetisch darauf programmiert uns zu bewegen. Es geht nur darum das zu finden, was einem Spaß macht.
Du hasst Sport nicht, du hast nur noch nicht den Sport gefunden, den du liebst.

Ich bin zu alt
Georg von Schrader hat den Ironman mit 73 hinter sich gebracht (Für die die das nicht kennen, der Ironman ist ein Triathlon mit ca. 3,8 Kilometer schwimmen, 42 Kilometer laufen und 180 Kilometer Fahrrad). Das ist natürlich ein extremes Beispiel aber es zeigt, dass Leistung keine Altersgrenze hat und niemand erwartet, dass ihr einen Ironman hinter euch bringt.
Du bist nicht zu alt.

Wenn ich gestresst bin, muss ich viel essen.
Viel zu essen hilft nicht gegen Stress. Man fühlt sich kurz besser aber die anschließenden Schuldgefühle verstärken das schlechte Gefühl vom Stress nur noch weiter. Es gibt bessere Techniken mit Stress klarzukommen, nicht zuletzt, Sport.
Du musst nicht viel essen, wenn du Stress hast, es ist nur die einzige Technik zur Stressbewältigung, die du bisher kennst.

Ich werde mich selbst hassen, wenn ich es versuche und scheitere.
Dann scheitere nicht. Scheitern ist nichts reales. Scheitern ist eine Betrachtungsweise. Man ist nicht gescheitert, bis man aufgibt. Und warum sollte man aufgeben? Weil man früher aufgegeben hat? Stellt euch vor ihr hättet diese Einstellung als Kleinkinder beim Laufenlernen gehabt. Ich habe diese Woche 300 Gramm zugelegt. Meine Reaktion darauf ist eine Liste mit möglichen Ursachen und zu jeder dieser Ursachen ein Plan wie ich das behebe. Und wenn ich nächste Woche trotzdem wieder mehr auf der Waage habe, dann denke ich nochmal nach und gucke nach weiteren möglichen Ursachen. Ich werde den Übeltäter finden und beseitigen. Gescheitert bin ich erst, wenn ich aufgebe und das habe ich nicht vor.
Du wirst dich nur hassen wenn du aufgibst und niemand außer dir selbst kann dich dazu bringen aufzugeben.

Ich werde all das Essen aufgeben müssen, das ich liebe.
Sagt wer? Du musst nur aufgeben, dich damit vollzustopfen. Meine Mutter liebt ihr Rahmgeschnetzeltes. Tue ich auch. Der Unterschied ist, ich esse einen Teller, schön langsam und genieße jeden Bissen. Sie schlingt vier Teller runter und jammert dann, dass sie kaum noch aufstehen kann. Und dazu kommen hinterher die Schuldgefühle weil man sich überfressen hat.
Ich werde weiterhin genießen können was ich liebe, sogar noch mehr weil ich es ohne Schuldgefühle kann.

Zusätzlich dazu gibt Tom noch eine Liste mit positiven Einstellungen, die man sich aneignen sollte. DIese sind:

1. Es ist möglich
2. Ich kann es schaffen
3. Ich muss es schaffen
4. Ich verdiene es
5. Ich will es
6. Ich erwarte es
7. Ich bin bereit zu tun was nötig ist

Es ist eine Abfolge. Man muss daran glauben, dass die Ziele erreichbar sind (1) und dass sie für einen selbst erreichbar sind (2). Man muss sich selbst klar machen, dass es, zum Beispiel für die eigene Gesundheit, notwendig ist sie zu erreichen (3) und dass man es auch verdient hat (4). Viele Leute glauben, dass sie es nicht verdient haben etwas bestimmtes zu schaffen und sabotieren sich selbst. Man muss seinen Willen zum Ziel ausrichten (5) und sein Gehirn darauf ausrichten, dass es geschehen wird und der Weg nur eine Frage der Zeit ist. Man erwartet erfolgreich zu sein (6). Und schließlich muss man den ersten Schritt machen und bereit sein den Weg zu gehen egal wie schwer es ist (7).

Er empfiehlt sich diese 7 Punkte auf eine Karteikarte zu schreiben und in die Brieftasche zu stecken. Man soll sie jedes Mal lesen wenn man die Brieftasche herausnimmt. Durch die Wiederholung werden sie im Unterbewusstsein implantiert und verinnerlicht.

1.2 Die Welt ist schön

Hier geht es darum Dinge, die man über die neue Ernährungsweise und den Sport glaubt neu zu formulieren. Es ist sehr ähnlich zum Punkt 1.1 aber bezieht sich eben nicht auf einen selbst und hat deswegen psychologisch eine andere Wirkung.

Das Leben ist zu kurz, um es im Fitnessstudio zu verbringen
Was ist wichtiger, Quantität oder Qualität? Denk daran wie dein Leben sein wird, wenn du dein Wunschgewicht erreicht hast. Was willst du jetzt mit deiner Zeit anfangen? Willst du vielleicht mit deinen Freunden ausgehen? Stell dir vor wie es sein wird mit ihnen unterwegs zu sein wenn du dein Ziel erreicht hast, stell dir die neidischen Blicke vor. Und wie viel Zeit von diesem kurzen Leben verbringst du mit einer Tüte Chips vor dem Fernseher?
Das Leben ist zu lang, um es in einem Körper zu verbringen, den du nicht willst.

Training ist anstrengend.
Alles was man ohne Arbeit erhält ist wertlos. Nur die Arbeit gibt dem was man bekommt einen Wert.
Training ist eine Gelegenheit mich zu verbessern und mir meine eigene Stärke zu beweisen.

Ein weiterer Aspekt ist, die Wörter die man benutzt zu verändern. Viele Wörter, die wir im Zusammenhang mit Abnehmen verwenden sind in der Sprache negativ belegt. Wir verlieren Gewicht, aber wer will schon ein Verlierer sein? Es wäre besser wenn wir unseren Wunschkörper gewinnen würden, denn jeder liebt Gewinner. Noch ein paar weitere Beispiele:

Problem => Herausforderung
Rückschlag => Feedback
Verwirrt => Neugierig

Das war der erste Teil der Reihe. Ich hoffe, dass ich den zweiten vielleicht noch heute schreibe und den dritten im Laufe der Woche aber ich kann nichts versprechen.

Ich denke positiv, Du auch?

Samstag, 5. März 2011

Review: Garmin Forerunner 305

Wie wenig Zeit ich momentan habe ist fast schon nicht mehr witzig. Tut mir leid, dass in letzter Zeit so wenige Artikel kamen aber das wird wohl auch nicht viel besser werden. Ich versuch morgen noch einen zu schreiben aber 2 pro Woche sind momentan das absolute Maximum.

Ich hatte am Anfang beschlossen mich alle 5 Kilo mit was großem zu belohnen und die erste Belohnung war die Forerunner. Es handelt sich dabei um eine Uhr mit Pulsmesser, GPS und der Fähigkeit komplizierte Trainingsprogramme zu speichern und abzuarbeiten. Das letzte Feature war bei mir der Hauptkaufgrund. Ich habe beschlossen 2 mal pro Woche pulsgesteuerte Intervalleinheiten zu machen und dazu ist so ein Teil sehr nützlich. Aber gehen wir einmal zu den einzelnen Features und den technischen Details über.

Die Forerunner ist relativ schwer und hat eine nervige Tendenz zur Seite zu rutschein weil die Form der Uhr einen seitlichen Bügel enthält. Dieser Bügel enthält die Antenne und ist so angebracht damit diese immer nach oben ausgerichtet ist was den Empfang verbessert. In der Abwägung Funktion gegen Komfort stimme ich der Entscheidung der Firma zu.
Die Akkulaufzeit beträgt laut Herstellerangabe 10 Stunden. Testen konnte ich das bis jetzt nicht. Da ich aber jedes Training direkt am Computer auswerten will und der Akku über den USB Anschluss gleiche geladen wird sehe ich hier kein Problem. 10 Stunden laufen zu können ist für mich kein Thema. Der Speicherplatz ist bei maximaler Aufzeichnungsgenauigkeit von einem Speicherpunkt pro Sekunde auf 3,5 Stunden begrenzt. Bei geringerer Genauigkeit reicht er entsprechend länger. An Speicherplatz und Akkulaufzeit habe ich also nichts auszusetzen.
An Zubehör gab es ein längeres Armband mit Wechselwerkzeug, eine Dockingstation und ein Ladegerät für die Steckdose mit Adapter für US Steckdosen. Besonders das Armband fand ich gut weil ich da mit Uhren immer Probleme habe wegen meinen relativ dicken Handgelenken. Es sind die Details, die zählen und hier war ich vollauf begeistert.

Zur Genauigkeit der Aufzeichnung sage ich später noch etwas aber vorab will ich eine Studienarbeit erwähnen, die verschiedene Handheld GPS und Streckenmessysteme verglichen hat und dem Forerunner eine Genauigkeit von 98% bezüglich Strecke bescheinigt. Die PDF gibts hier Vergleich von.... Der Teil über die Forerunner beginnt auf Seite 173 und Vergleichstabellen mit anderen Geräten gibts ab Seite 283.

Beim Lauf selbst kann man sich jederzeit gelaufene Strecke, momentane Geschwindigkeit, Puls, gelaufene Zeit, Rundenzeit und weitere Werte anzeigen lassen. Dazu stehen frei konfigurierbare Fenster zur Verfügung. Man hat sowohl die Auswahl über die Zahl der Fenster als auch über deren Inhalt. Man kann also selbst entscheiden was man sehen will und was einem weniger wichtig ist.
Eine weitere nützliche Funktion ist die Karte. Leider handelt es sich dabei nicht um eine echte Landschaftskarte. Dafür hat der Speicherplatz wohl nicht gereicht. Es ist nur eine anzeige der gelaufenen Strecke auf einem weißen Bildschirm. Es gibt aber die Möglichkeit wichtige Punkte einzuspeichern, die dann auch auf der Karte angezeigt werden. Wenn man also im Urlaub laufen will aber Angst hat sein Hotel nicht wiederzufinden kann man das einspeichern. Man bekommt zwar nicht gezeigt wo Straßen oder Wege sind aber zumindest die Richtung und Entfernung. Nicht perfekt aber für jeden, der sich schonmal beim Laufen verirrt hat ein wichtige Funktion.

Nun zur Auswertungssoftware (Oberes Bild). Die Software bietet nach dem Lauf die Möglichkeit sich die Strecke und verschiedene Daten anzeigen zu lassen. Exemplarisch ist auf dem Bild der Höhenverlauf der Strecke angegeben aber genauso gehen Geschwindigkeit, Puls, Steigung und weitere Werte. Klickt man auf einen Punkt der Kurve wird auf der Karte die entsprechende Stelle auf der Strecke hervorgehoben. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit die Strecke in Google Earth (Unteres Bild) zu übertragen wo man sie dann auf einem Satellitenbild nachverfolgen kann. Man kann auch Strecken, die andere Leute gelaufen sind im Internet runterladen und sie in den Forerunner programmieren. Eine gute Möglichkeit neue und schöne Wege zu finden.

Wichtiger als diese Funktionen war mir aber die Erstellung von Trainingsplänen. Hier bietet Garmin das beste was ich bisher in der Richtung gesehen habe. Das Programm enthält die Möglichkeit Trainingseinheiten mit beliebig vielen Schritten und beliebigen Parametern zu bauen, die einer nach dem anderen abgearbeitet werden. Als Beispiel habe ich hier ein Programm, wie es so ähnlich aber nächster oder Übernächster Woche auf meinem Plan stehen wird. Die Schritte können nach Zeit, Strecke, Puls oder Knopfeingabe enden und den nächsten auslösen und man kann für jeden Schritt eine Reihe von Parametern wählen (bestimmte Geschwindigkeit, bestimmter Puls, minimale und maximale Werte). Auch hier kann man neue Trainingsprogramme herunterladen um seinem Training neue Impulse zu geben.

Zuletzt möchte ich nochmal auf die Genauigkeit eingehen. Der Großteil der Strecke wir sehr genau aufgenommen. Auch wenn man manchmal laut GPS 5 Meter parallel neben dem Weg im Schlamm gelaufen ist, meistens stimmt die Strecke, wie im oberen Bild, absolut genau. Meistens. Auf dem unteren Bild sieht man meine Strecke auf dem Hin- und Rückweg. Ich bin beide Male exakt die gleiche Strecke gelaufen. Trotzdem zeigt die gespeicherte Strecke eine Abweichung von etwa 30 Metern für etwa 70 Meter an. Aber das ist ein Einzelfall und wird auf die Gesamtstrecke kaum Einfluss haben.

Die Streckenbilder sind übrigens kein Werbematerial der Firma. Alle Aufnahmen stammen von meiner Laufstrecke heute morgen.

Als Fazit kann ich eine klare Empfehlung aussprechen. Ich bin mit der Uhr sehr zufrieden und freue mich auf die neuen Trainingsmöglichkeiten.

Sonntag, 27. Februar 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 8

Startgewicht der Woche: 106,0 Kg

Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:
Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zuende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. X-X Bedeutet erste 2 Sätze mit erstem Wert, weitere Sätze mit zweitem Wert. Alle Übungen in 4 Sätzen ausgeführt.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Motivation und Diätfriedhöfe

Wir alle kennen das. Manchmal ist man total motiviert seine Diät weiterzuführen und manchmal will man alles hinschmeißen. Aber das es so ist alleine hilft niemandem. Wie schafft man es trotz Motivationstiefs?

Dazu will ich zuerst meine eigene Erfahrung zum Verlauf der Motivation wiedergeben. Ich habe diesen Verlauf schon mit vielen Leuten besprochen und sie stimmten bis jetzt alle zu also denke ich, dass ich damit ziemlich gut hinkomme.

Ja, mir ist bewusst, dass ich eine fast schon gruselige Zuneigung zu Diagrammen habe.

Motivationsverlauf

Die Motivation verläuft in 3 Phasen, hier schwarz dargestellt. 
In Phase A, zu Beginn, ist die Motivation sehr hoch. Die Lieblingsjeans passt nicht mehr, man merkt, dass das Spiegelbild langsam die Breite des Spiegels übersteigt oder, dass man Flum-Flum ist (dass ist, wenn das Fett nachschwabbelt wenn man hüpft. Es macht dann dieses Flum-Flum Gefühl). Woran es auch liegen mag, dass man beschlossen hat etwas zu ändern, man WILL unbedingt etwas ändern. Die Motivation ist definitiv da.
Phase B kommt dann nachdem man sein Programm zwischen 3 und 6 Wochen durchgezogen hat. Man trifft aufs erste Plateau, man vermisst sein Lieblingsessen und man sieht langsam keine Veränderungen mehr an sich. Die Motivation ist hier nicht konstant. Man hat gute und schlechte Wochen. Mal sagt einem jemand wie toll man abgenommen hat oder die zu enge Jeans kann wieder aus dem untersten Regal des Schranks kommen. Aber manchmal hat man auch ne schlechte Woche. Es regnet viel oder man ist erkältet und nichts läuft wie es soll. Auf der Waage bewegt sich nichts.
Phase C schließlich ist da, wenn man sein Zielgewicht erreicht hat. Man hat keine Motivation mehr abzunehmen, weil man es ja schon getan hat. Auch hier gibt es auf und abs weil einem von Zeit zu Zeit eben doch klar wird, dass das Ende nur der Anfang ist und noch ein ganzes Leben vor einem liegt in dem man darauf achten muss nicht wieder dick zu werden.
Die grüne Linie ist die "Kann"-Linie. Sie sagt aus wie viel man sportlich machen kann aber dazu später mehr.

Gefahren und Lösungen

Jede Phase hat ihre eigenen Diätfriedhöfe wo die meisten Versuche enden.

Phase A hat den Anlauffriedhof. Das sind die Leute, die Sonntag Nacht im Bett liegen und beschließen ihr Leben zu ändern und das hält bis Sonnenaufgang. Oder Sie fangen Montag morgen tatsächlich an und halten bis zur Mittagspause durch. Für diese Leute habe ich keine Ratschläge. Wenn man nicht motiviert genug ist zumindest den ersten Schritt zu machen, kann keiner helfen.

Phase B ist offensichtlich gefährlich. Was hier hilft sind vor allem 3 Grundideen:

Erstens: Etappenziele setzen
Und damit meine ich nicht das Gewicht. Das Gewicht ist eine Zahl, die nichts aussagt. Dasselbe gilt für den BMI. Vielleicht hat man einen Körperbau oder eine Muskelentwicklung, die einem nie erlauben werden in den 20-25 Bereich zu kommen. Ich bin dafür das beste Beispiel. Das berühmt berüchtigte Waschutensil soll bei Männern erst bei einem Körperfett von unter 10% sichtbar sein. Ich hatte es mit einem BMI von 26 und seitdem habe ich noch mehr Muskeln aufgebaut. Ich werde nie unter die 25 kommen. Davon abgesehen schwankt das Gewicht durch Wasser und Mageninhalt beträchtlich. Man kann sich alle Motivation zerschießen wenn man sich am Gewicht festklammert.
Seht lieber euren Schrank durch und sucht ein Hose, die gerade nicht mehr passt und probiert sie jede Woche an.

Zweitens: Das Abnehmen vergessen
Dieser Tipp ist besonders wichtig, weil er der Kern von Phase C ist. Es geht darum sich nicht zu sehr auf das Abnehmen zu fixieren sondern mehr darauf was man dadurch vom Leben wiederbekommt. Niemand will abnehmen nur damit die Zahl auf der Waage kleiner wird. Jeder hat einen Grund. Und es kann sehr helfen sich auf diesen Grund zu konzentrieren und zu versuchen das auch noch von einer anderen Seite anzugreifen.
Manche Gründe eignen sich natürlich besser als andere. Vor allem die optische Motivation besser auszusehen hilft einem hier kein Stück weiter. Aber es gibt viele andere, die das doch können. Wolltet Ihr schon immer mal lateinamerikanisch tanzen können aber die Kondition hat nicht gereicht um das länger als 10 Minuten zu machen? Fangt einen Kurs an und seht wie es immer besser wird. Oder vielleicht Klettern? Die Anfängerwände gehen auch mit 20 Kilo zu viel. Wie wärs mit Joggen? Gibt es da eine Distanz, die unbedingt mal geknackt werden muss? Diese Ansätze helfen einem das Positive in dem was man tut zu sehen und dabei gleichzeitig das Abnehmen zu beschleunigen. Hier kommt die "Kann"-Linie ins Spiel, denn mit jedem Tag, den ihr weitermacht könnt ihr mehr tun. Mit jedem Tag kommt ihr euren Zielen näher

Drittens: Sich an den kleinen Erfolgen freuen
Macht jede Woche Photos und vergleicht wieviel ihr geschafft habt. Seht euch im Spiegel an und guckt ob Ihr Veränderungen findet. Sieht die Schulter besser aus? Ist der Bauch straffer geworden? Denkt nicht darüber nach wie viel noch fehlt, denkt darüber nach was Ihr schon erreicht habt.

Phase C hat auch ihre eigenen Tücken. Besonders wichtig ist hier weiterzumachen. Vor allem kommt es hier auf zwei Dinge an:

Erstens: So wenig wie möglich an der Ernährung verändern
Für die, die eine Ernährungsumstellung gemacht haben ist das relativ leicht. Ihr müsst nur eure Kalorienzahl langsam erhöhen.
Für die, die eine strukturierte Diät gemacht haben obwohl ich davon abgeraten habe...Schande, Schande über dich, Schande über deine Familie, Schande über deine Kuh (Ja, Ich mag Disney. Problem damit?)...Spaß beiseite. Beendet eure Diät bevor Ihr hier ankommt. In Phase C ist ein Riesen Motivationsproblem und sich hier eine komplette neue Ernährungsweise anzugewöhnen wird schwer. Dazu kommt, dass in der Umstellung immer Probleme auftauchen. Es dauert einfach bis man die richtige Balance gefunden hat und da kann es auch zu einer leichten Zunahme kommen. Diese Zunahme kann das letzte Bisschen Motivation brechen.

Zweitens: Das Abnehmen vergessen
Ich hab ja gesagt, dass das wiederkommt. Hier ist Abnehmen endgültig kein Motivator mehr. Also muss man sich einfach daran freuen was man jetzt tun kann, das man vorher nicht konnte.

Wie üblich steht hier nichts Weltbewegendes. Es soll vor allem helfen, dass man darauf vorbereitet ist, wenn es passiert. Ich will, dass Ihr einen Plan für das "Abnehmen vergessen" habt wenn ihr soweit seit. Ich will, dass das Motivationstief in Phase B euch nicht dazu bringt aufzugeben nur weil ihr eine schlechte Woche habt.

Ich halte durch, Du auch?

Sonntag, 20. Februar 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 7

 Startgewicht der Woche: 106,3 Kg

Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:
Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zuende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. X-X Bedeutet erste 2 Sätze mit erstem Wert, weitere Sätze mit zweitem Wert

Ich habe beschlossen das Trainingstagebuch nur noch ein mal pro Woche zu aktualisieren. Das Gefriemel mit den Screenshots macht einfach zu viel Arbeit.

Diese Woche war lausig. Ich bin krank geworden und konnte nicht trainieren. Samstag hab ichs versucht und hatte beim Pumpen das Gefühl mein Kopf würde platzen. Ich gehe morgen Joggen und hoffe auf das beste.

Montag, 7. Februar 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 6

 Startgewicht der Woche: 106,6 Kg

Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:

Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zuende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. X-X Bedeutet erste 2 Sätze mit erstem Wert, weitere Sätze mit zweitem Wert
Montag: Ich bin heute die Laufstrecke nur so langgeflogen. War ziemlich cool. Aber das Krafttraining hatte es dafür in sich. Ich war noch etwas unter par wegen dem harten Training am Sonntag und mein Bizeps hat deswegen keine volle Leistung gebracht. Aber es ist eben schwer vier Trainingseinheiten in sieben Tagen unterzubringen ohne, dass das passiert. Ich habe diese Woche angefangen etwas für meine Bauchmuskeln zu tun. Ich mache den kleinen Plan oben direkt nach dem Joggen. Ich werde diesen Plan jede Woche weiter erhöhen.

Dienstag: Nach dem harten Training gestern und weil ich Bauchmuskelkater hatte bin ich heute bewusst langsam gelaufen. War auch mal schön ganz entspannt durch den Wald zu joggen. Die Bauchmuskelübungen nach dem Zurückkommen waren weniger schön aber da kann man nichts machen.

Mittwoch: Ahh, die Freuden von Übertraining. Ich hatte heute einen freien Tag und habe in der Nacht 9 Stunden geschlafen und am Tag nochmal 3. Aber das Krafttraining lief verhältnismäßig gut. Ich hab dieselbe Erfahrung gemacht wie am Montag, dass bei dem Plan das Training nachwirkt. Ich bin nicht voll regeneriert in das Training gestartet und habe bei der ersten Übung weniger geschafft als letzte Woche. Aber auf lange Sicht ist das in Ordnung. Ich schätze bis nächste Woche bin ich an den Plan angepasst und kann wieder mit voller Leistung trainieren.

Donnerstag: Der Lauf heute Morgen war auch schwach. Ich glaube wirklich, dass ich stark übertrainiert bin. Um da etwas gegen anzugehen gabs heute mehr zu essen aber ich könnte da vom Regen in die Traufe gekommen sein. Ich fühle mich nicht gut. Mein Körper kommt wohl mit dem vielen Essen nicht mehr ganz klar. Ich hoffe, dass dadurch das Laufen morgen nicht noch schlimmer wird.

Samstag: Freitag ging es mir wie erwartet nicht gut und das ausgefallene Krafttraining habe ich dann heute Morgen nachgeholt wodurch das Joggen ausgefallen ist. Nicht optimal aber da kann man nichts machen. Ansonsten war das Training wie gewohnt. Mit der Ausnahme der Blutergüsse. Ich habe streifenförmige Blutergüsse an den Schultern aber keine Übungen gemacht wo dort Gurte oder Polster Druckstellen hinterlassen könnten. Seltsam.

Sonntag: Ziemlich ereignisloses Training. Morgen muss ich wieder ran und der dritte Tag in Folge wird bestimmt nicht angenehm. Davon abgesehen fühle ich mich gut.

Dienstag, 1. Februar 2011

Trainingsplan und Tagebuch - Woche 5

Startgewicht der Woche: 107,3 Kg

Trainingsübersicht:
Krafttrainingsplan:  
Unterstrichene Wiederholung wegen Muskelversagen nicht vollständig zuende geführt. Alle Gewichtsangaben für Langhantel Übungen beziehen sich nur auf die Gewichtsscheiben ohne das Gewicht der Stange. X-X Bedeutet erste 2 Sätze mit erstem Wert, weitere Sätze mit zweitem Wert
Montag: Das Laufen war im großen und ganzen in Ordnung. Bei mir im Wald gibts gerade Holzfällerarbeiten und die schweren Fahrzeuge hinterlassen tiefe Reifenspuren in den Wegen. Da kann man ganz leicht umknicken und ich hab mir auch ein wenig den Fuß verknackst aber nach ein paar Minuten hats nicht mehr weh getan. Beim Krafttrainingsplan bin ich sehr zufrieden mit dem Plan, den ich gemacht habe. Die Übungen sind gut aufeinander abgestimmt. Der Muskel tut rundum weh und das ist gut so. Jetzt nur Daumen drücken, dass die Muskeln sich schnell anpassen und ich nächste Woche schon bessere Ergebnisse erziele.

Dienstag: Beim Lauf heute ist mir erst aufgefallen wie schrecklich es auf meiner Strecke aussieht. Direkt neben dem Weg Baumstümpfe, überall abgebrochene Äste und Reifenspuren von den Holzfällerarbeiten. Ich komme mir vor als würde ich auf ner Baustelle joggen. Ich hoffe das wird besser wenn die Bäume wieder grün werden. Macht auch mehr Spaß zu joggen wenn schöne Landschaften an einem vorbeiziehen.


Mittwoch: Ich hatte noch Muskelkater im Trizeps vom Montag aber der hat sich schnell verflüchtigt (oder ich habs nicht mehr gemerkt weil die Schmerzen in der Schulter den in den Hintergrund gedrängt haben). Besonders interessant fand ich das negative Bankdrücken. Das ist bei uns ein neues Gerät und es unterscheidet sich vom alten durch einen höheren Winkel. Da schießt einem das Blut in den Kopf dass einem schwindlig wird. Deswegen will ich auch vor der Übung warnen. Nicht mit Maximalgewicht machen. Wenns kurz schwindlig wird und einem dann 60 oder 70 Kilo ungebremst auf die Rippen oder den Hals fallen...Da freuen sich die Würmer über das Festmahl.

Donnerstag: Die Waldwege sind bei mit komplett überfroren und heute hat es genieselt. Entweder sie sind morgen komplett frei weil der Regen alles geschmolzen hat oder ich werde auf Händen und Knien durch den Wald kriechen weil alles Spiegelglatt ist. Ich werde so froh sein wenn dieser Winter endlich vorbei ist.

Ich hatte heute Abend ein sehr positives Erlebnis. Ich habe heute einen sehr stressigen Tag gehabt mit einer E-Mail von meinem zukünftigen Chef mit einem Haufen Anweisungen was ich alles vor Arbeitsantritt noch vorlernen muss und war richtig sauer als ich nach Hause gekommen bin. Früher hätte ich sicher nen Umweg durch den Supermarkt gemacht und wäre mit nem Haufen ungesundem Zeug zurückgekommen. Heute kam mir der Gedanke zwar kurz, aber ich habe ihn sofort verworfen.

Freitag: Das Laufen war soweit in Ordnung. An den meisten Stellen war weniger Eis, dafür waren andere komplett überfroren aber insgesamt bin ich gut vorangekommen. Das Krafttraining war wieder wie in der ersten Woche. Massive Schmerzen in der linken Schulter. Aber wie vor vier Wochen war es auch diesmal schnell wieder in Ordnung.
Samstag: Der großteil der Strecke war eisfrei dafür waren die paar Stelle, wo noch Eis war aber total zu. Diese Woche 40 Km zu laufen war hart und ich werde nächste Woche mit derselben Strecke weitermachen statt zu erhöhen. Ich fühle mich irgendwie aufgechwemmt wegen dem ganzen Stress dieser Woche (Ich arbeit mich für einen neuen Job, den ich ab März anfange, in ein paar Computerprogramme ein) und mach mir etwas Sorgen wegen dem Wiegen morgen. Aber die Zahl an sich sagt ja nichts aus.

Sonntag: Es ist immer schön wenn so eine Woche zu Ende ist. Aber diese war besonders unangenehm, ich hatte viel Arbeit, einen neuen Trainingsplan, der es in sich hat, und mehr zu laufen als in irgendeiner Woche davor. Aber Kopf hoch, morgen wirds schlimmer. Ich habe Schmerzen im Bizeps, in den Schultern, im Nacken und der Brust und morgen gehts wieder los mit 2 Trainingseinheiten an einem Tag.
Mir ist heute aufgefallen, dass ich nicht mehr 4x12 bei den Übungen geschrieben habe wie in Woche 1 sondern nur noch die Zahl. Aber der Vollständigkeit halber, es sind immernoch 4 Sätze. Ich schreibe mir selbst diese 4 nicht auf, weil ich immer 4 Sätze mache und beim Übertragen von meinen Plänen auf den Computer hab ich es dann einfach vergessen.